EGC 2007 ist vorbei







Labels: EGC, Events, Go, international







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Der Hebsacker Internet Go Cup (HIGC) ist offen für alle Go-Spielerinnen und -Spieler. Insbesondere sind die Mitglieder eines der Landesverbände des Deutschen Go-Bundes zur Teilnahme eingeladen.
Wir freuen uns außerordentlich, dass wir Yoon Young-Sun 5p als Chief Referee für dieses Turnier gewinnen konnten.
Der HIGC wird in zwei Phasen stattfinden:
Phase 1 läuft ab März bis vor die Sommerferien. Die Spieler werden zunächst ihrem Rand nach gereiht und dann "von oben aus" in Gruppen à 16 Spieler eingeteilt. Jede dieser Gruppen spielt im Doppel-K.O.-System in Partien mit voller Vorgabe einen Gruppensieger aus.
In Phase 2 starten dann die Gruppensieger (abhängig von der Gesamtzahl der Teilnehmer evtl. auch die Gruppenzweiten) nach den Sommerferien ein weiteres Doppel-K.O.-Turnier, in dem letztendlich der Turniersieger ermittelt wird. Die Partien in dieser Phase werden mit um einen Stein verminderter Vorgabe ausgetragen.
Vor dem Beginn der Phase 2 wird die Angemessenheit der Spielstärken durch Yoon Yong-sun 5p überprüft und es werden von ihr ggf. Anpassungen vorgenommen. Diese Entscheidungen sind nicht anfechtbar.
Der Hebsacker Verlag wird alle Gruppensieger in Phase 1 und die ersten drei Plätze in Phase 2 mit Preisen bedenken.
Als Tengen wird bei Go der Punkt im Zentrum (10-10) bezeichnet. Üblicherweise beginnt man das Spiel in einer der vier Ecken, da es dort einfacher ist Gebiet zu machen. Allerdings gibt es auch Leute (Sowohl Amateure als auch Profis), die ihren ersten Zug auf Tengen spielen. Anders als bei den Eckpunkten bringt dieser Zug keine territorialen Vorteile. Er liegt einfach da. Warum also sollte ein vernünftig denkender Go-Spieler so etwas spielen?

It's not like tengen on the first hand is never played in pro-games, but it really becomes a complicated game. Normally you play in one of the four corners because it's easier to make territory there, but the middle of the board has no territory. [...] If you can get this stone to work for you, you'll win. If it becomes useless you'll lose.
The opponent plays to stop this stone from working. The Idea is simple but it's hard to play.

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Remember, a bad move is worse than passing!

MMORPG's gehören mitlerweile mit zum Beliebtesten was die Online-Gaming-Community zu bieten hat. In Spielen wie World of Warcraft, Final Fantasy XI oder Gothic wird dem trüben Alltagsleben ein Riegel vorgeschoben und stattdessen fiese Obermotze bekämpft. Natürlich darf bei sowas Go nicht fehlen, dass müssen sich auch die Entwickler von Ragnarök Online und Second Life gedacht haben (Mehr Pics in Senseis Library). Seht selbst :)


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Einem Höhenflug folgt immer/oft eine Bruchlandung. Da bilde sogar ich keine Ausnahme :). Nachdem in den letzt paar Monaten in Go-technischer Hinsicht alles gut gelaufen ist, hat sich jetzt eine Art Rezession eingestellt. Nicht zuletzt weil ich in letzter Zeit nur wenig Zeit fürs Go-Spielen bzw. Go-Studium aufwenden konnte.
Besonders deutlich wurde das in meinen letzten beiden Spielen gegen Armel-David Wolff. Das erste Spiel mit 3 HC (SGF) endete in einem wahren Massaker, bei dem ich einen Rückstand von knapp 25 Punkten zu beklagen hatte, letztendlich aber doch auf Zeit verlor. Auch die anschliessende Partie (siehe oben) brachte mir mit 4 HC eine 1,5-Punkte-Niederlage ein. Entweder ist Armel sehr gut, oder ich sehr schlecht geworden... vielleicht auch beides :). Irgendwann schlage ich ihn noch ;)

Kifu's ständig nur als Bilder zu zeigen wird mit der Zeit ziemlich öde. Darum habe ich mir gedacht, könnte man doch mal ein Applet einfügen. Bei dem Spiel handelt es sich um das 2.-kürzeste dokumentierte Go Spiel, die Spieler waren Ono Nobuyuki (Schwarz) und Kudo Norio.

Zum Artikel
"Deep Fritz gnadenlos" vom 6. Dez. (S. 41)
Wladimir Kramnik tut mir Leid
Es kam wie es kommen musste. Die Maschinen schlagen die Weltmeister schon bald um Längen. Alle anderthalb Jahre verdoppelt sich allein die Computerleistung. Und nun sind es ausgerechnet die besten Denker unserer Spezies, die wie die Verlierer dastehen müssen.
Zeit, sich nach Alternativen umzusehen. Das Schachspiel hat seine modernen Regeln etwa im 15. Jahrhundert erhalten. Dennoch es ist eher kompliziert als komplex. Das um Jahrtausende ältere Gospiel hat seine ursprünglichen Regeln kaum verändert. Nichtsdestoweniger begeistert das asiatische Spiel in vielerlei Hinsicht. Trotz seiner einfachen drei Regeln (1. abwechselndes Ziehen; 2. freiheitenlose Ketten des Gegners als Gefangene Steine entfernen; 3. keine Positionswiederholungen) kann ein Profispieler noch von keinem Programm geschlagen werden. Das liegt nicht etwa daran, dass es keine starken Goprogramme gäbe. Go wird an Universitäten oft verwendet, um Konzepte der Spieltheoretiker auszuprobieren. Nein, es liegt einfach an der Komplexität des Spiels. Jeder andere Mathematiker wird mir bestätigen, dass "brute-force" Algorithmen beim Go nicht zum Ziel führen werden. Anders als bei der "königlichen Disziplin" sind wir Menschen beruhigenderweise im "göttlichen Spiel" den Mikrochips noch um Nasenlängen voraus. Beim Gospiel werden nachweislich beide Hirnhälften zugleich aktiviert.
Go begeistert aber dank seinen einfachen Regeln auch Groß und Klein. Wegen seinem Handicap-System haben Anfänger gegen Profis eine reale Chance auf eine ausgeglichene und für beide Seiten spannende Partie.
Abschließend noch eine Aussage zum Denksport, die ausgerechnet von einem der besten Schachspieler stammt. Emanuel Lasker (1868-1941), jahrelanger Schachweltmeister: "Wenn es im Universum noch irgendwo intelligente Lebewesen gibt, dann kennen sie vielleicht Schach, höchstwahrscheinlich jedoch Go".
Oder leicht provozierend (diesmal von einem unbekannten, nämlich von mir): "Es wird Zeit, die Schachspalte mit einem Go-Artikel zu ergänzen!"